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City-feet members' message board > Barefoot memories&impressions > It´s not allowed to go barefoot into a bus


Posted by: Burkhard55 Oct 4 2011, 08:20 PM
Hi
anbei ein Zeitungsbericht, auf den ich vor einigen Tagen im Internet gestoßen bin. Mich würde interessieren, ob euch so etwas oder etwas Ähnliches auch schon mal passiert ist?
Liebe Grüße
Burkhard


Transdev-Busfahrer blieb stur
Barfuß in den Bus - Nein!
Am 30. August wollte eine 33-jährige Siegenerin wie gewoht vom Fischbacherberg nach Siegen mit dem Bus in die Stadt fahren. Wie immer barfuß, die junge Frau läuft vom Frühjahr bis in den Winter stets ohne Schuhe und Strümpfe. Diesmal kam alles anders, der Busfahrer der Linie C 111 verweigerte der Frau den Zutritt - wegen fehlender Schuhe. Sein Bus werde sonst dreckig.
mir - "Barfuß im Regen", der bürgerlichen Norm entspricht das nicht. Allenfalls Schlagerfans haben den Refrain des gleichnamigen Top-Hits von Michael Holm aus dem Jahr 1970 noch im Ohr. Der scheffelte mit dem Schnulzen-Song Millionen Mark, kaufte sich teure Schuhe und vieles mehr. Ob er jemals barfuß einen Bus bestiegen hat, ist leider nicht überliefert.
Frau hatte keine dreckigen Füße
Barfuß gehen, das ist für die 33-jährige Siegenerin Dina selbstverständlich. Eine Leidenschaft. Am 30. August kurz nach 14 Uhr wollte die Frau wie gewohnt mit der Buslinie C 111 vom Fischbacherberg in die Siegener Innenstadt fahren. Wie immer wollte sie barfuß einsteigen. Doch diesmal war alles anders. Der Busfahrer blockte die junge Frau schon beim Einsteigen ab, untersagte ihr die Mitfahrt. "Der Fahrer hat mir gesagt, er nimmt mich nicht mit, weil ich barfuß unterwegs bin. Eine Person mit dreckigen Füßen möchte er nicht in seinem Bus haben", erinnert sich die 33-Jährige sehr genau an den warmen Mittag im August. Und sie weiß genau: "Ich hatte keine dreckigen Füße." Wie auch? Die tägliche Fußwäsche ist für sie selbstverständlich. Wie das Zähne putzen.
Andere Buskunden blieben stumm
Die Szene am Bus ging noch weiter. Keiner der sonstigen Buskunden sagte etwas zu dem Vorfall. Der Fahrer seinerseits beendete die Debatte mit der verdutzten Frau und wandte sich den übrigen Leute an der Haltestelle zu: "Sie dahinten, Sie können einsteigen."
Arzttermin verpasst
An dem Mittag kam die junge Frau nicht vom Berg in die Stadt. Sie ist zu 100 Prozent schwerbehindert, könnte mit ihrem Ausweis immer und überall die Transdev-Busse benutzen. Nie ist sie abgewiesen worden, nur das eine Mal. Dabei hatte die die 33-Jährige Wichtiges vor, sie wollte zum Arzt, hatte einen Termin. Die Frau leidet unter Anämie (Blutarmut), hat extreme Werte und deshalb öfter Arzttermine.
Transdev mit Fahrerverhalten nicht einverstanden
Was sagt denn das Busunternehmen zu dem Barfuß-Fall? Transdev-Geschäftsführer Stephan Degen bezog klar Stellung: "Die Entscheidung des Fahrers sehen wir kritisch." Im Kollegenkreis habe man sich umgehört, alle Fahrer hätten die Barfuß-Frau bisher mitfahren lassen. Man werde den Fall nochmals aufarbeiten, auch bei einer Fahrpersonalschulung ansprechen. Dass die Frau an der Haltestelle nicht einsteigen durfte, sei kein normaler Vorgang, sagte Degen der SZ. Ein Transdev-Busfahrer dürfe nicht einen Fahrgast vorsorglich des Busses verweisen, Barfuß-Fahren sei schon überhaupt kein Grund dazu. Mit dem Fahrer selbst konnte/durfte die SZ nicht sprechen. Der Frau gegenüber soll er geäußert haben, er wolle seinen Bus sauber halten. Den internen Transdev-Ermittlern soll der Busfahrer angegeben haben, bei der Barfuß-Frau habe er eine offene Stelle gesehen. Was genau, das war nicht in Erfahrung zu bringen. Dina schüttelt nur den Kopf, zeigt ihre Füße her: "Da ist nichts offen, da gab es auch am 30. August keine offene Stelle." Die 33-jährige Siegenerin geht gerne und immer barfuß. Vom Frühjahr bis zum Winter. Nur bei Eis und Schnee schlüpft sie mit den Füßen in Stiefel. "Barfuß, das bin einfach ich", sagt sie über sich. Aus Überzeugung. Und sie läuft schon seit zehn Jahren so und nicht anders durch Siegen. Barfuß unterwegs sein, das findet auch anderswo in dieser Siegener Gesellschaft keine Tolerierung. Im Gegenteil. So jemand ist verdächtig. Und die dunklen Klamotten dazu. Im Eingangsbereich eines Einkaufsmarktes zwischen Siegen und Weidenau reichte das zu einer Taschendurchsuchung. Verdacht auf Ladendiebstahl. Fehlanzeige. In einem Buchladen führte das Auftauchen und Verweilen der 33-Jährigen zu folgendem Satz: "Sie brauchen erst gar nicht versuchen, etwas zu klauen", erinnert sich die Betroffene: "Ich wollte einfach nur Bücher kaufen."


Posted by: Hal Heaven Oct 5 2011, 10:46 AM
Thanks ... was there a photo of the woman in the newspaper article?

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